Niagara Falls – Viel Wasser, noch mehr Menschen

 niagara falls

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Gestern waren wir bei den ca. 130 km entfernten Niagara Falls. Dies ist ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel. Die Niagara Fälle bestehen eigentlich aus zwei Wasserfällen, die American Falls auf der Amerikanischen Seite und die Horseshoe Falls auf der Kanadischen Seite. Der Name der Kanadischen Fälle leitet sich aus seiner Form, welche die eines Hufeisens hat her. Der US-amerikanische Teil der Fälle hat eine Kantenlänge von 363 m, der kanadische eine von 792 m. Auf der Kanadischen Seite stürzt das Wasser 53m in die Tiefe.

Dieses beeindruckende Naturschauspiel stand leider im Schatten des Tourismus. Nicht nur das hier so viele Menschen waren, was ja zu erwarten war. Nein das schlimmere war die Kirmes die drumherum entstanden ist. Anscheinend reicht den Nordamerikanischen Touristen ein beeindruckendes Schauspiel nicht, nein sie benötigen noch Gruselkabinetts, Kasinos, Riesenräder, Fast Food Restaurants und Wachsfigurenkabinetts Drumherum. Hinzu kommen noch die auch nicht sonderlich passenden Hochhäuser in der direkten Umgebung der Niagara Fälle.

Zudem wird der Wasserfluss der Fälle reguliert so dass je nach Tageszeit nur etwa ein Viertel bis die Hälfte der gesamten Wassermassen die Fälle hinunterstürzen. So werden die Wasserfälle Nachts, außerhalb der Saison, sowie bei geringer Frequentierung durch Touristen auf bis zu 10% der ursprünglichen Wassermenge gedrosselt und die verbleibenden 90% über ein Stauwehr für die Stromgewinnung umgeleitet. Zu Saisonzeiten werden die Wasserfälle sprichwörtlich per Knopfdruck allmorgendlich angeschaltet.

Insgesamt sind die Niagara Fälle durchaus ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel, man darf sich nur nicht zu viel versprechen. Mir persönlich würde ein kleiner idyllischer Wasserfall irgendwo in der Wildnis, unterhalb dessen man schwimmen kann, wesentlich besser gefallen als dieses touristenüberlaufende Monster.

😉 Aber schön wars trotzdem!

Nach den Niagara Fällen haben wir noch einen kurzen "RoadTrip" unternommen. Über Landstraßen, vorbei an Weinanbaugebieten, sind wir noch zu dem kleinen und sehr schönen Ort "Niagara-On-The-Lake" gefahren. Dieser liegt direkt am Lake Ontario und bietet viele malerische Häuser im Kolonialstil.

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